Prolog

Dies ist kein Tatsachenbericht und auch kein journalistischer Artikel, sondern ein Essay, in dem sich ein unerfahrener Autor mit der Situation in der Ukraine persönlich auseinandersetzt. Dieser Essay erhebt, obwohl es ein Ziel war, die grauenvolle Situation von vielen Seiten zu beleuchten und gesamtheitlich darzustellen, keinerlei Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.

Was ohnehin nicht möglich ist, denn die Lage ändert sich mitunter täglich so dramatisch, dass alles Geschehene am Abend schon wieder Makulatur sein kann. Es ändert aber nichts daran, dass wir hoffentlich aus den Geschehnissen lernen können. Und uns in Zeiten, in denen 77 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, die letzten Zeitzeugen langsam verstummen, an zwei Worte besonders erinnern: nie wieder!

Und das ist auch der wichtigste Grund, warum dieser Bericht geschrieben wurde: Um dazu beizutragen, das Bewusstsein für die Bedeutung dieser zwei Worte wiederzuerwecken und um im besten Fall einen Impuls zu setzen, nachzudenken, was sie für jeden Einzelnen bedeuten können. Denn in einer Demokratie zählt jede einzelne Stimme und das nicht nur alle vier Jahre bei einer Wahl, sondern gerade in diesen Zeiten in jedem Moment.

Der zweite Grund ist, dass zwar unendlich viel über die Situation geschrieben und gesendet wird, aber meist nur ein oder einige wenige Aspekte betrachtet werden. Die Idee dieses Berichtes ist es, zumindest zu versuchen, das grauenvolle Geschehen von möglichst vielen Seiten zu beleuchten, den Blick nicht nur auf die Ukraine zu richten, sondern auf die Bedeutung des Geschehens für die ganze Welt – und (besonders im letzten Teil) auch Lösungsmöglichkeiten anzubieten.

Mein Dank gilt allen, die mich bei diesen Zeilen innerlich und äußerlich unterstützt haben und an alle Menschen, die sich für den Frieden einsetzen – jeder auf seine ganz besondere Weise.

Spes contra spem – die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es schon seit langer Zeit als Ausdruck des unerschütterlichen Glaubens an eine bessere Zukunft und der Ermunterung, die Hoffnung nicht aufzugeben und standhaft zu bleiben, auch wenn alles verloren scheint. Wie Noah Chomsky das heute modern ausdrückt, findet sich in Teil 2.

In tiefer Hoffnung auf Frieden …